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Ausstellung

Buen Camino – Ausstellung in Münster

Buen Camino
+Buen Camino*
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+Frottagen mit Überzeichnungen entstanden auf dem Jakobsweg 2008*
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Die Werkzyklen des 1938 in Münster geborenen Künstlers Hans-Georg Dornhege, der in den 60er Jahren Mitglied der bekannten Berliner Ausstellungsgemeinschaft »Galerie Großgörschen« war, entstehen häufig im Zusammenhang seiner Reisen und mehrjährigen Auslandsaufenthalte. Und so war seine Pilgerreise zum Grab des Heiligen Jakob nach Santiago de Compostela in Nordspanien – dem so genannten +Buen Camino* – der Anlass, der ihn zur Konzeption dieser Bildserie anregte.
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Unter dem Motto +»GEHEN – STEHEN – LIEGEN«* vereint der Künstler in einzigartiger Weise die unterschiedlichen Erfahrungswelten, die der Pilger – oder allgemeiner ausgedrückt – der Wanderer auf seiner Reise erlebt. Auf diese Weise findet sich der Jakobsweg in den einzelnen Bildern in drei verschiedenen Zuständen der Realität wieder:
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Das »GEHEN« als Beschreiten des Jakobswegs als solches wird durch Frottagen von Gullideckeln und durch farbige Pilgerstempel, die im Pilgerausweis die einzelnen Stationen festhalten, abgebildet. Das »STEHEN« bezieht sich auf das Zeichnen als ein skriptuales Erfassen der visuellen Impressionen. Hier wird die Vergangenheit als ein weiterer Realitätszustand gegenwärtig, denn in den historischen Bauten entlang des Jakobswegs dokumentiert sich die Geschichte des Buen Camino. Durch den Akt des Zeichnens wird die Vergangenheit in die Gegenwart transportiert, indem sie wie Spuren auf dem Papier Abdrücke einer vergangenen Zeit hinterlässt. Das »LIEGEN« erklärt sich aus dem manuellen Druckverfahren. So wird bei der Frottage das Papier auf den Gullideckel gelegt und mit Graphitstift seine Oberflächenstruktur durchgerieben. Außerdem beeinflussen die Wetterbedingungen den Entstehungsprozess der einzelnen Blätter.
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In diesen drei Realitätsbezügen zeigt sich die +konzeptionelle Idee*, die neben Wirklichkeitsform und – wahrnehmung auch einen zeitlichen Aspekt thematisiert. Dabei wirken im Zusammenklang die durchgedrückten Gullideckel auf dem dünnen, stellenweise leicht zerknitterten Papier und die darüber gezeichneten Landschaftseindrücke wie alte +Landkarten*, in denen die einzelnen Bildebenen unterschiedliche Realitätsformen visualisieren: Die Frottagen als Abbild des Pilgerns, die Tuschezeichnungen als skriptuale Beschreibungen der visuell erlebten Eindrücke und die Einwirkungen der Witterungsverhältnisse veranschaulichen spannungsvoll den Buen Camino als mentale Repräsentation des real und kognitiv Erlebten.
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Wir freuen uns auf ihren Besuch

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