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Wohin führt uns die Oberfläche eines Kunstwerks?
Was sieht, was fühlt unser tastender Blick? Was erzählt
uns die Oberfläche vom Prozess des Gemachtseins,
von der Hand der Künstlerin?
Oberflächen bestimmen unsere Umgebung und unser
Verhalten in der Welt der Dinge. Sie sprechen unser
Vorstellungsvermögen und unsere Gefühle an. Für die
Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts betritt das
Lehmbruck Museum mit der Ausstellung weitgehend
Neuland. Es geht vor allem um die Oberflächen von
Skulpturen, die mit ihren unterschiedlichen Materialien
Emotionen wecken und Bedeutung herstellen.
Die Ausstellung präsentiert markante Beispiele des
20. Jahrhunderts mit Schlüsselwerken der Wegbereiter
der Moderne wie Auguste Rodin, Medardo Rosso,
Constantin Brâncuși und Wilhelm Lehmbruck, um
von hier das Thema für die heutige Zeit in den Fokus
zu rücken. Positionen des 21. Jahrhunderts markieren
Werke von u. a. Georg Baselitz, Julian Opie, Tony Cragg,
Berlinde De Bruyckere, Rebecca Horn, Carsten Nicolai
und Janet Cardiff & George Bures Miller.
Es erscheint ein Katalog mit Essays von Dr. Söke Dinkla
und Prof. Dr. Dietmar Rübel im Wienand Verlag mit
140 Seiten und 118 farbigen Abbildungen.
Abbildung: Auguste Rodin, Eva, 1881, Foto: Städel Museum