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Vom 11. März bis zum 16. April zeigt BQ eine Einzelausstellung von David Shrigley (*1968)
Einem breiten Publikum zunächst durch seine Zeitungscartoons, Bücher und Animationen bekannt, ist David Shrigley nach insti-tutionellen Einzelschauen etwa im Aspen Art Museum (2007), dem Museum Ludwig in Köln (2008), der Londoner Hayworth Gallery (2012), der Pinakothek der Moderne, München (2014), oder zuletzt der National Gallery of Victoria in Melbourne im Kontext der zeitgenössischen Kunst ebenso präsent, wovon auch seine Nominierung für den Turner Prize 2014 oder die Beauf-tragung mit der Gestaltung des „Fourth Plinth“ auf dem Trafalgar Square in London zeugen.
Wie für seine vergangenen beiden Ausstellungen in BQs Berliner Galerieräumen hat Shrigley auch für die aktuelle Präsentation ein Neonobjekt konzipiert. Im Fenster, gleich neben dem Eingang platziert, verkündet es dem Besucher noch vor dem Betreten der Galerie „NO WIFI“. Auf typisch lakonische Manier bringt uns Shrigley zum Schmunzeln über Verhaltensweisen, in denen wir uns selbst erkennen. So kann die Arbeit als ironischer Kommentar auf unsere oft vom Smartphone getaktete oder vergeudete Zeit verstanden werden, als Infragestellung unserer Bewertungsmaßstäbe, zugleich aber auch als Hinweis auf das mancherorts verstaubte Image von Kunst und Ausstellungsbetrieb – wenn nicht gar als auf die Spitze getriebener „Retro“-Hype.
In den Galerieräumen zeigt der Künstler eine umfangreiche Ausstellung von Bleistiftzeichnungen – eine traditionelle Kunst-gattung, die wie logisch auf die Warnung vor dem nicht vorhandenen WiFi folgt. In gewohnt brillanter Schärfe präsentieren die Arbeiten absurde Situationen des Alltags und wählen banale Objekte als Sujet des Kunstwerks. Die bewusst wie unbeholfene Krakeleien ausgeführten und teilweise mit Streichungen und Übermalungen von „Fehlern“ versehenen Zeichnungen spiegeln dabei das humorvoll inszenierte Moment des Scheiterns, das unsere Kommunikation, unsere Beziehungen zu Mitmenschen und Dingen (NO WIFI) allzu oft zu kennzeichnen scheint.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.