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Harry Kögler (1923 bis 1999) hat sich weitestgehend vom kommerziellen Kunstbetrieb ferngehalten und war doch stark verflochten mit der Kunstszene der deutschen Nachkriegszeit. Anfang der 1960er Jahre hatte er zunächst eine Professur für freie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin inne und wechselte danach an die Kunstakademie in Karlsruhe, deren Rektor er ab 1971 wurde. Innerhalb der Abstraktion nach 1945 nahm Kögler eine gesonderte Position ein: Trotz Tendenzen des Informel waren seine Arbeiten von einer geometrisierenden Ordnung durchdrungen. Die in seiner Sammlung vertretenen Künstler hingegen waren geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit den abstrakten Tendenzen der Vorkriegszeit. In der Ausstellung werden Weiterentwicklungen des Konstruktivismus ebenso zu sehen sein, wie Werke, die dem Informel oder der lyrischen Abstraktion zuzuordnen sind, darunter Arbeiten von Heinz Trökes, Hann Trier, Antoni Tàpies und K.R.H. Sonderborg.
Credits:
Harry Kögler, Schwarzer Block, 1956, Gouache, Graphit, Collage, 92,7 x 72,8 x 3,2 cm (Rahmenmaß)
© Nachlass Harry Kögler