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In der Ausstellung »Wandernde Sichtachsen nach Usumacinta« zeigen Konrad Mühe (*1982 in Karl-Marx-Stadt) und Gabriel Rossell Santillán (*1977 in Mexiko-Stadt) installative und fotografische Transformationen kulturellen Wissens, auf das sie innerhalb ihre gemeinsamen Forschungsreise in das mexikanische Gebiet der indigenen Volksgruppe der Wirráritari gestoßen sind. Von Bacalar, der Lagune der sieben Farben, führte sie ihre Reise über das zinnober-rote Grab in Palenque zum Ort der grünen Steine, genannt Yaxchilán.
„So ist mein scheuer Blick,
Den schon die Ferne drängt,
Noch in das Schmerzensglück
Der Abschiedsnacht versenkt.
Dein blaues Auge steht,
Ein dunkler See vor mir,
Dein Kuss, dein Fauch umweht,
Dein Flüstern mich noch hier.
An deinem Hals begräbt
Sich weinend mein Gesicht,
Und Purpurschwärze webt
Mir vor den Augen dicht.“
(Eduard Mörike (1804-1875) ‚Früh im Wagen’ Str. 3-5)