Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Zu sehen vom 15. April bis 1. Juni 2014 in Erfurt.
„Tüten und Acryl auf Leinwand“, so beschreibt Thitz
die materielle Struktur seiner Gemälde.
Anschauliche, greifbare, unmittelbare Zeugnisse
einer vor Vitalität dampfenden Welt. „Wer
Großstädte wirklich malen will, darf nicht eine
ausgedachte Stadt darstellen, sondern muss
versuchen, das empfundene Erlebnis an sich zu
malen, mit allen Geräuschen, Krach, Staub und
Gerüchen. In eine Sekunde Stadt passt unendlich
viel Information – diese Stadt meine ich, das sind
meine inneren Bilder", postulierte Thitz einmal.
Nun entwirft Thitz eine urbane Utopie: die Stadt von
morgen. Es ist lebendig wie immer, aber inzwischen
scheint die Luft sauberer, der Geräuschpegel
moderater und die Gefahr eines Farb-Überfalls
durch irre Rabauken hinter der nächsten
grellbunten Ecke hat nachgelassen. Statt
hypertrophierter Darstellung des real existierenden
städtischen Chaos’ schafft Thitz Gegenentwürfe.
Städtische Utopien sind es, die neuerdings
entstehen, Visionen eines heiteren Lebens.