Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Der aus Sachsen stammende Herbert Ebersbach (1902-1984) begann seine Karriere in den 1920er Jahren an den Kunstakademien von Dresden und Düsseldorf. Die nationalsozialistischen Diktatur beendete abrupt seine künstlerische Entwicklung: Der größte Teil seines Frühwerks wurde bereits 1933 von der eigenen Familie verbrannt, er selbst als Regimegegner über ein Jahr in einem Konzentrationslager interniert.
Als „entartet“ diffamiert, wählte Ebersbach Bielefeld als Zufluchtsort, wo er sich eine neue persönliche und künstlerische Existenz aufbaute. An sein expressionistisches Frühwerk anknüpfend, schuf er ein umfangreiches Oeuvre, welches sich bewusst von den aufkommenden ungegenständlichen Tendenzen in der Kunst der Nachkriegszeit distanzierte und figurativ blieb.
Die Ausstellung präsentiert alle Schaffensphasen Herbert Ebersbachs, einschließlich der sechs einzigen Gemälde, die vor 1933 entstanden und gerettet werden konnten.
Mit dieser ersten umfassenden Retrospektive gilt es, das Werk dieses vergessenen Künstlers ans Licht der Öffentlichkeit zu holen.