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Gemälde von Bettina Böll und Skulpturen von Raimund Göbner vom 27. September bis zum 19. Oktober 2013 in der Galerie am Dom Gießen, Plockstraße 4.
Die Ausstellung mit dem verheißungsvollen Titel zeigt vertraute Szenen am Rande des Alltags. Lebensbejahend, mit Liebe zum Mensch-Sein erzählen die Künstler Geschichten einfacher Gegebenheiten. Gewöhnliche Situationen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln sind da zu sehen, ebenso wie ungewöhnliche Situationen aus bekannten Standpunkten. So der Sprung in den sommerlichen See aus der Froschperspektive oder die im „fliegen“ festgehaltene Dame mit wehendem Röckchen beim „Radsturz“.
Die realistischen Gemälde der 1962 in Gelsenkirchen geborenen Malerin Bettina Bülow-Böll sind eindrucksvollen Momentaufnahmen von starker atmosphärischer Dichte. Häufig liegen ihnen Fotografien der Künstlerin zugrunde, die ihr ermöglichen, die abgebildeten Personen und Gegebenheiten genau zu studieren und wiederzugeben.
Der Bildhauer Raimund Göbner (* 1969 in Augsburg) schnitzt seine Skulpturen aus Lindenholz und bemalt sie nachträglich in dezentem Kolorit. Seine Figuren sind meist in der der Bewegung festgehalten und strahlen dennoch eine heitere Gelassenheit aus, ihre feingliedrigen Gesichter sind präzise gezeichnet und offenbaren eine erstaunliche Emotionalität.
Diese lebensfrohen Skulpturen sind sicher dem einen oder anderen Kunstinteressierten noch von der Ausstellung „Beziehungsweisen" im Oberhessisches Museum Gießen letztes Jahr im Kopf geblieben. Umso schöner, sie nun in einem neuen Kontext mit den Gemälden Bülow Bölls konfrontiert zu sehen - harmonieren die beiden Werke doch hervorragend miteinander. Denn für beide Künstler sind alle Alltagssituationen absolut abbildenswert: Jeder für sich präsentiert ein eigenes Menschenbild voller Lebensintensität und Körperlichkeit, beobachtet allzu vertraute Augenblicken des täglichen Lebens und ermöglicht es so dem Betrachter, scheinbar Bekanntes neu und unverbraucht wahrzunehmen und einen neuen Blick auf unser alltägliches Sein zu gewinnen.
Vernissage: Freitag, den 27. September 2013, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 19. Oktober 2013
Öffnungszeiten:
Mo 14-18 Uhr
Di-Fr 10-18 Uhr
Sa 10-16 Uhr
Weitere Infos unter: www.galerie-am-dom.de