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Eröffnungsmatinee: Am Sonntag, den 30. Juni um 11.00 Uhr
Die Darstellung des unbekleideten Menschen hat seit der Antike eine lange Tradition und ist eines der wichtigsten Genres der Bildenden Kunst.
Der weltanschauliche Hintergrund, wie religiöse und kulturelle Auffassungen der jeweiligen Epoche hat dabei die Darstellung der Nacktheit in der Malerei maßgeblich mitbestimmt.
Ralf Scherfose beschäftigt sich in seiner Malerei seit mehr als zwanzig Jahren mit dem Menschenbild.
Der einzelne Mensch in seinem bloßen Menschsein ist das zentrale Thema in seinen Ölbildern, Pastellen und Zeichnungen.
Eine Besonderheit sind die Aktstücke des Malers, die eher die Ausstrahlung nackter Portraits besitzen und so in ihrer Individualisierung zu Chiffren existentiellen Seins werden. Diese Wirkung und die Präsenz der Dargestellten werden unterstützt durch die Malsprache in ihrer gesteigerten Farbigkeit und deren texturierter Qualität.
Der Bildausschnitt und die Komposition, die oftmals eine ungewöhnliche Nah- oder Aufsicht der nackten Portraits garantiert, drängen den Betrachter zur Zeugenschaft der intimen Szenerie.
Die existentielle Aura und der Verzicht auf Idealisierung und Koketterie der Portraitierten verhindert nicht nur das Abgleiten ins Voyeuristische, sondern ermuntert den Bildbetrachter zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Menschsein.
Ralf Scherfoses Aktbildnisse sind somit Zeugnisse unseres ambivalenten Gewahrseins in der heutigen Zeit und verweisen nachdrücklich, ohne floskelhafte Idealisierung auf die elementare menschliche Existenz.
Öffnungszeiten: täglich außer Donnerstag u. Freitag von 17-19 Uhr
und gerne nach Vereinbarung