Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Die Arbeiten des seit 2004 in Oldenburg
lebenden jüdischen Künstlers tragen eine
unverwchselbare Handschrift. Bestechend
ist ihre kraftvolle Farbigkeit, die
durch die Gegenüberstellung von
scheinbar glühenden und dunklen
Partien erzeugt wird.
Riesige Augen, übergroße und -lange
Hände, Finger und Füße charakterisieren
die Figuren, deren Gliedmaßen
zudem bizarr verschlungen und verdreht
sind. Die Disproportionalität des
Dargestellten setzt sich in Trauben,
Granatäpfeln, Birnen und anderen
Früchten fort, die zur Größe von Häusern
anwachsen.
Ein Hauch von Nostalgie liegt über den
Arbeiten, deren Inhalt sich über die
Bildtitel und die Symbolträchtigkeit
der einzelnen Objekte erschließen lässt.
Auch wenn sich Hinweise auf die jüdische
Kultur, wie Kopfbedeckung,
Leuchter, Schofarhorn und Gebetsriemen,
finden, so sind es nicht wie bei Marc
Chagall die Erinnerungen an
eine zerstörte Welt im russischen
Schteti, von denen uns Gennady
Karabinskiy berichtet. Er erfindet seine
ganz eigene, verzauberte Welt voller
Sehnsucht, Hoffnung, Tränen und "Tropfen
des Glücks",
in der auch der Humor zu Hause ist.