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Ausstellung

Pierrette Bloch – Ausstellung in Köln

Pierrette Bloch
Die Galerie Karsten Greve freut sich, eine Ausstellung mit Werken von Pierrette Bloch auszurichten, die zu den renommiertesten Künstlerinnen der Nachkriegszeit in Frankreich zählt. In Deutschland ist Bloch noch zu entdecken, so dass diese erste Einzelausstellung in Köln als Rückblick auf das Werk der vergangenen vierzig Jahre konzipiert wurde, der die verschiedenen Stadien ihres künstlerischen Werkes beginnend mit den 1970er Jahren bis zum heutigen Tag vorstellt./In ihrer künstlerischen Laufbahn blieb Pierrette Bloch den einfachen Materialien und Motiven treu. Mit Collagen, Tusche auf Papier, Hartfaserplatten, Seil und Pferdehaar entwickelte sie ihre reduzierte und doch ungeheuer nuancenreiche Formsprache – Punkte, Linien und Striche. Dem Ausloten der Grenze zwischen Zeichnung und Skulptur gelten ihre künstlerischen Erkundungen ebenso wie der stets neu formulierten Beziehung zwischen Leere und Fülle. Basis bleibt dabei die spontane, künstlerische Geste, aus der Handschrift entwickeln sich im-mer neue Werkreihen und Materialexperimente./Zunächst entwickelte sich ihre Faszination für das Spiel von Helldunkel und Relief durch dickflüssige Ölfarbe. Um mit einem anderen Medium zu arbeiten, wandte sie sich ab 1952 Collagen zu. Diese großformatigen Werke bestehen aus Variationen von zerrissenen und geschnittenen Canson- und Bristol-Papieren, die anschließend auf schwarz getuschten Hartfaserplatten fixiert wurden. In jüngerer Zeit hat Bloch die Hartfaserplatte als Medium für sich wiederentdeckt und gewinnt diesem Material überraschende Ergebnisse ab.
Neben Collagen hat Bloch seit 1971 kontinuierlich mit China-Tusche auf Papier gearbeitet. Aus Strichen, Flecken und Spritzern in klarem schwarz-weiß Kontrast bildet sie schriftähnliche, rhythmische Zeichnungen. In das Material werden ähnlich skriptural mit Kratztechniken weitere Spuren eingeschrieben. Die Tuschearbeiten auf Papier – weiß, elfenbeinfarbig, schwarz, grau – formen eine Schreibart, deren Geheimnis nur die Künstlerin kennt, dem jeder Betrachter jedoch intuitiv nachspürt./1973 produzierte die Künstlerin, während sie weiterhin an Tuschezeichnungen mit Punkten auf Papier arbeitete, ihr erstes großes Netzrelief. Beide Serien sind verbunden durch die ineinander verwobenen und fortlaufenden Flecken und Flechten. Punkte und Maschen sind wie ein Echo, ein Murmeln der Künstlerin./Die Künstlerin begann 1984 mit Skulpturen aus Pferdehaar zu arbeiten, die zunächst wie in den Raum fortge-schriebene Schrift wirken. In den linearen Kompositionen aus Pferdehaar, beispielsweise den sogenannten „Boules“, die zwischen 1988 und 1989 entstanden, reihte Bloch raue Knoten aus Pferdehaar an Nylonfäden aneinander. Die Künstlerin erzeugt den Eindruck von Bewegung, Rhythmus und Kontinuität und durch die Verwendung von einzelnen Pferdehaaren gelingt es ihr, die Linie aus ihrer Zweidimensionalität zu befreien und den haptischen, dreidimensionalen Charakter von Papier besonders herauszuarbeiten. Einige dieser Kompositi-onen wiederum leiten zu den „Linien“ über, langen Punktfriesen auf Papierdie seit 1993 entstehen. Indem sie das Medium selbst in das Motiv der Linie verwandelt, das eine Länge zwischen 1 und 12 Metern erreichen kann, erkundet Bloch neue Möglichkeiten einer Promenade durch ein altbekanntes Material. Durch die Wiederholung ihrer Gesten in Raum und Zeit ist die Künstlerin mit den Eigenarten des Mediums Papier bestens ver-traut, doch gleichzeitig gelingt es ihr stets aufs Neue, überraschende formale Anordnungen und Varianten her-vorzubringen.#Pierrette Bloch, die aus einer jüdischen Schweizer Familie stammt, wurde 1928 in Paris geboren. Sie lebt und arbeitet in Paris und Bages (Aude). Das international viel beachtete Werk von Pierrette Bloch wurde in zahlreichen renommierten Museen ausgestellt und ist in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen wie dem MoMA in New York, dem Yokohama Museum of Art in Japan, dem Stedelijk Museum, Amsterdam, der Maeght Foundation, Saint-Paul-de-Vence, dem Museum of Jewish Art and History, dem Centre Pompidou sowie dem Musée d`Art Moderne in Paris vertreten.

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