Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
ZEPHYR – Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4, 9
der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Die Ausstellung „Zone – Heimat. Tschernobyl“ zeigt anlässlich der atomaren Katastrophe in Tschernobyl vor 25 Jahren Bilder des mehrfach preisgekrönten russischen Fotografen Andrej Krementschouk. Er hat in den vergangenen Jahren wiederholt die Menschen, die in der evakuierten „Zone“ 30 Kilometer rund um Tschernobyl leben, besucht. Die weniger als Tausend Rückkehrer versuchen ein möglichst normales Leben an jenem Ort zu führen, der ihnen trotz des Unglücks Heimat geblieben ist. Bei diesen Besuchen sind zahlreiche Bilder entstanden.
Krementschouks Fotografien erzählen vom Alltag dieser Menschen in einer verstörenden Umgebung. Seine Bilder widmen sich dem Land, dessen Natur langsam die Dörfer überwächst, und der heute geplünderten Stadt Prypjat, die zum Zeitpunkt der Katastrophe von 40.000 Menschen bewohnt war. Die Gefahr, die von der Radioaktivität ausgeht, potenziert den irritierenden Eindruck der natürlichen Schönheit der Landschaft. Jedes Bild erinnert an das unsichtbare Gift, das die gefährliche Schönheit erst möglich gemacht hat. Die Menschen, die Andrej Krementschouk ihre unglaublichen Geschichten erzählt haben, eroberten sich dort ihren Alltag.
Zur Ausstellung erscheinen im Kehrer Verlag die Bücher „Andrej Krementschouk: Chernobyl Zone I“ (April 2011) und „Andrej Krementschouk: Chernobyl Zone II“ (Mai 2011).
Di – So, 11 – 18 Uhr,
auch an Feiertagen geöffnet,
außer 24. und 31.12.
Informationen: Tel 0621 – 293 21 20
www.zephyr-mannheim.de