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Ausstellung

Die Dresdner Moderne - Eine Zeitreise – Ausstellung in Berlin

Die Dresdner Moderne - Eine Zeitreise
„Dresden ist das traditionsreichste
Zentrum der bildenden Kunst im Osten
Deutschlands, und es verfügte nach 1945
über die stärkste alte Generation von
Malern und Graphikern. Diese Generation
hatte sich von den Nazis nicht demo-
ralisieren lassen: Der Humanismus ihrer
Werke war nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges eine der fundamentalen
Ecksäulen der neuen Kunstentwicklung.“
Zu dieser Erkenntnis gelangt der
Kunstwissenschaftler Lothar Lang in
seinem Buch „Malerei und Graphik in
Ostdeutschland“. Er stützte sich dabei
auch auf den großen Förderer der
Dresdner Maler, Fritz Löffler, der bereits
1950 schrieb: „Heute ist Dresden die
Stadt einer nachimpressionistischen,
schönen Malerei, die der Tradition alle
Ehre macht.“

Löffler bezog sich dabei vor allem auf die
„Dresdner Schule“, deren Kunst in der
Dresdener Maltradition der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts verwurzelt ist und
seitdem konsequent weiterentwickelt
wurde. Besonders genannt seien hier
Hans Jüchser, Ernst Hassebrauk und
Joachim Heuer, aber auch Josef
Hegenbarth und, als Holzschneider,
Wilhelm Rudolph.
Denn das Bild der Dresdner Kunst ist
natürlich vielschichtiger und nicht allein
auf die „Dresdner Schule“ zu reduzieren.
Die abstrakt arbeitenden Ed Kesting,
Hans Kinder und Helmut Schmidt-Kirstein
gehören dieser Generation ebenso an,
wie der Konstruktivist Hermann Glöckner
und der sich vom Verismus der Dix-Zeit
über den Surrealismus bis hin zur Pop-Art
wandelnde Willy Wolff.

Hinzu kommen eine ganze Reihe Künstler
der „mittleren Generation“, die sich von
der gängelnden Kulturdoktrin in der DDR
nicht vereinnahmen ließen und die sich
auch nicht von ihrem traditionellen Erbe
abkoppelte. Die sensiblen Porträts Herta
Günthers und die urwüchsigen
Landschaften und Köpfe Max Uhligs
haben wir beispielhaft ausgesucht.

In dem Wissen, die Dresdner Kunst nur
bruchstückhaft und in kleinem Rahmen
würdigen zu können, glauben wir doch,
Ihnen eine kleine aber qualitätvolle
Auswahl ausgesuchter Kunstwerke
präsentieren zu können.
Denn sollte man eine Liste all derjenigen
Künstler zusammenstellen, die nach dem
Ende des Krieges vorübergehend oder
ständig am Bild der Kunst in Dresden
mitgewirkt haben, so ergäbe sich, wie
Lothar Lang staunend feststellte, „ein
verblüffend umfangreiches Verzeichnis,
wie es, zumal in dieser Qualität! von
keiner anderen Stadt im Osten
Deutschlands angelegt werden kann“.

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