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Ausstellung

Karl-Ludwig Lange – Ausstellung in Berlin

Karl-Ludwig Lange
Karl-Ludwig Lange, 1949 in Minden geboren, kam 1967 nach Berlin, erhielt eine Fotografen-Ausbildung und begann 1973, die Stadt zu fotografieren.
In der Kommunalen Galerie Berlin werden nun zwei Werkkomplexe aus dem Westberlin der Jahre 1973-1988 vorgestellt: Gleisanlagen und Schnellstrassen, jeweils von den Berliner Brücken aus gesehen.

Es sind für Lange auch Geschichts-Orte. Die Gleisanlagen stehen für Waren-Umschlag und sind ein Symbol für die Industriestadt Berlin, aber sie waren auch Ausgangspunkt für den Transport von Juden in die Vernichtung.
Schnellstrassen – entlang der Bahntrassen gebaut! – waren der trotzige Versuch, die Inselstadt mit der Entwicklung im Westen Schritt halten zu lassen, was uns heute bekanntlich zu Gute kommt.

Von Anfang an fotografierte Karl-Ludwig Lange in Zyklen und war auf Vollständigkeit bedacht. Um das jeweilige Stadtbild umfassend zu würdigen, entwickelte er seine Art von Panoramen, nämlich zwei, drei oder mehr Aufnahmen einer Stadtansicht von unterschied-lichen Standorten zu machen, mit Lücken und auch Überschneidungen, gegebenenfalls in unterschiedliche Himmelsrichtungen. Dies ergibt eine dynamische Darstellung, die es dem Betrachter erlaubt, in den Bildern auf Entdeckungsreise zu gehen, unterstützt von der Präzision und dem Detailreichtum auf den Fotografien. Er kann wahrlich den Blicken des Künstlers folgen und eine Zeitreise unternehmen. (Text: Hansgert Lambers)

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