Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Vor einem halben Jahrhundert entstand die Leipziger Schule. Ihre Begründer waren Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke. Alle drei bekleideten Professuren an der Kunstakademie, der heutigen Hochschule für Grafik und Buchkunst. Ihre Generation blieb dem System noch loyal, überwand aber den sozialistischen Realismus und gewann der Kunst neue Freiheiten./
Tübke, Mattheuer und Heisig stehen für hohen künstlerischen Anspruch, kritisches Denken und außerordentliches handwerkliches Können. Ihre prägnanten Bildsprachen verhalfen Leipzig zu seinem Ruf als Kunststadt.#
Bernhard Heisig (*1925 in Breslau) pflegt eine expressiv-leidenschaftliche Malweise und folgte anfänglich den Traditionen von Beckmann und Kokoschka. Bekannt wurde er durch seine historisch-politischen Panoramen, die zu Auseinandersetzungen führten. 1986 schuf er Helmut Schmidts Kanzlerportrait.#
Wolfgang Mattheuer (*1927 in Reichenbach, +2007 in Leipzig) orientierte sich anfangs an der neuen Sachlichkeit. In Kolorit und Farbauftrag übernahm er seit den späten fünfziger Jahren Einflüsse der Pop Art. Mattheuer nutzte die Landschaftsmalerei zur Formulierung dialektischer Metaphern.#
Werner Tübke (*1929 in Schönebeck, +2004 in Leipzig) setzte sich anfangs mit der Romantik, später mit der Renaissancemalerei auseinander, deren Gleichnisse und Allegorien er auf seine Zeit projizierte. Sein bekanntestes Werk ist das monumentale Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen.#
Zur Eröffnung unserer Ausstellung am Freitag, 28. Mai um 20 Uhr im Rahmen der Erfurter Museumsnacht laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.