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SIGLINDE KALLNBACH - ‘a performancelife schwebend’ - ARTIST IN RESIDENCE#
22. Juli bis 15. August 2008/
Eröffnung der Ausstellung 1. August 2008, 19.00 Uhr#
Die Kölner Performance-Künstlerin Siglinde Kallnbach arbeitet vom 22. bis zum 31. Juli im Rahmen des Artist in Residence-Programms in der Galerie Epikur, Wuppertal an ihrem Projekt ‘a performancelife’. Besucher können ihr dabei an drei Tagen in der Woche über die Schulter schauen./ Sie ist am 23. und 24.7., sowie vom 29. bis 31.7. jeweils von 11-14 Uhr im Wuppertaler Stadtgebiet unterwegs und zwischen 16 und 18 Uhr in der Galerie Epikur
anzutreffen. Am 1. August findet um 19.30 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Rheingold-Shinkansen“ in Kombination mit einer Schau der Ergebnisse ihrer Aktionen in Wuppertal statt. Am 15. August findet im Rahmen der Finissage ein Künstlergespräch moderiert von
Susanne Buckesfeld statt.#
Am 22. Juli macht die Künstlerin die Wuppertaler Schwebebahn ganztägig zum Aktionsraum.
In der Schwebebahn, als Vehikel, das nicht nur die Stadtteile, sondern auch die Menschen, die
in ihnen wohnen, miteinander verbindet, wird Siglinde Kallnbach hoch über dem Tal im
berühmtesten Verkehrsmittel der Stadt ihre Aktion +‘a performancelife’* schwebend
durchführen. Seit Kallnbach 2000 zum ersten Mal an Krebs erkrankt ist sammelt sie in
Aktionen, zu Ausstellungen und auf Kongressen, diesmal unter den Fahrgästen, Wünsche,
Empathie- und Solidaritätsbekundungen für Krebskranke und deren Angehörige, sowie für
das medizinische Personal. So erschafft Kallnbach für sich und andere Handlungsspielräume
zur Freisetzung kreativer Energie, die der leidvollen Erfahrung einer Krebserkrankung
entgegen wirken sollen.#
In der Ausstellung macht Kallnbach zudem unter dem deutsch-japanischen Titel „Rheingold-
Shinkansen“ den künstlerisch-kulturellen Dialog, aber auch den zwischenmenschlichen
Austausch zum Programm. Das Projekt steht unter dem Namen zweier legendärer
Eisenbahnzüge, die zu ihrer Zeit die Grenzen zwischen Ländern und Regionen überwunden
haben. Die Züge stehen damit auch für die Verbindung von Tradition und Moderne, die
sowohl in Deutschland als auch in Japan die kulturelle Identität prägen. Dies zeigt Kallnbach
mit Fotografien vom Kölner Karneval und den Umzügen des Nebutafests in Aomori,
Nordjapan, die außerdem transkulturelle Anknüpfungspunkte zwischen den Kulturen sichtbar
machen.